Unternehmensnachfolge als Zukunftsperspektive

Mit einem bestehenden Unternehmen erfolgreich in die Selbstständigkeit starten

Thomas Kausch ©AfdR

Neben Neugründungen und innovativen Start-ups wird der Weg der Unternehmensnachfolge als Schritt in die berufliche Eigenständigkeit und Zukunftsperspektive häufig übersehen. Thomas Kausch, Projektleiter Unternehmensnachfolge der Allianz für die Region GmbH, sieht hier unter anderem ein Imageproblem. „Nachfolge klingt nach Nachahmen, doch das Gegenteil ist der Fall“, so Kausch. Denn seiner Überzeugung nach ist das Wichtigste bei einer Unternehmensnachfolge, den Betrieb weiterzuentwickeln, ihn als Startrampe zu nutzen und so in eine erfolgreiche Zukunft zu führen.

Fachkompetenz, Risikobereitschaft, Führungswillen und all die weiteren Unternehmereigenschaften sind natürlich für jegliche Art der Firmengründung notwendig. Bei der Übernahme eines etablierten, bekannten Betriebes gibt es zahlreiche Vorteile: einen festen Kunden- und Mitarbeiterstamm, etwaige Genehmigungen und Zulassungen, eine Marke sowie Zahlenmaterial, das Bankgespräche erleichtert. Mittlerweile finden nur noch 50 Prozent der Unternehmensnachfolgen familienintern statt. Kausch macht dies am Trend zur Individualisierung der jüngeren Generation fest.

Im Großraum Braunschweig zwischen Harz und Heide stehen jährlich rund 500 Unternehmensnachfolgen an, davon suchen etwa die Hälfte eine Nachfolgerin oder einen Nachfolger. Über die Allianz für die Region, aber auch über die Handwerkskammern oder die bundesweite Unternehmensnachfolge nexxt change, können sich potenzielle NachfolgerInnen und vakante Unternehmen finden. Gut ist, wenn ein Mittler wie Thomas Kausch die PartnerInnen bei den Gesprächen unterstützt. Einerseits wird so Diskretion und Anonymität gewahrt, bis die Verhandlungen konkreter werden. Andererseits kann bei dem hochemotionalen Thema der Unternehmensnachfolge eine neutrale Sichtweise hilfreich sein.

Auch wenn ein gewisses Eigenkapital (10-15 Prozent der Kaufsumme) vorteilhaft ist, so sind Kausch auch vollfinanzierte Betriebsübernahmen bekannt. Individuelle Finanzierungsmodelle, Förderungen und Absprachen sind möglich. „Wenn die Chemie, die Kompetenz sowie der Kaufpreis stimmen, findet sich für alles andere eine Lösung“, so Kausch.

Infos: www.allianz-fuer-die-region.de/wirtschaft/unternehmensnachfolge/

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